Tauchen und lange Haare

Tauchen und lange Haare

10. Juni 2015 Comments (0) Tauchausrüstung, Tauchbasics

Tauchausrüstung einer Taucherin

Tauchausrüstung einer Taucherin

Hast Du das Zeug zum Tauchen? Mit dieser Tauchausrüstung kann der Spaß beginnen

Manchmal erscheint es mir, als könnte man die Tauchausrüstung die wir mitschleppen beliebig erweitern. An dieser Stelle soll jedoch ein kurzer Refresher zu den wesentlichen Bestandteilen einer Tauchausrüstung gegeben werden, die Dir den Spaß unter Wasser ermöglichen. In vielen Urlaubsregionen gibt es Tauchbasen mit deutschsprachigen Mitarbeitern, trotzdem kann es sinnvoll sein, neben den deutschen auch die englischen Begriffe für die Tauchausrüstung zu kennen. Daher findest Du unten die Namen des Equipments in beiden Sprachen mit einer kurzen Beschreibung und Hinweise zur Reinigung. Letzteres ist nicht nur für die eigene Tauchausrüstung wichtig sondern auch eine nützliche Info für Leihequipment, da an vielen Tauchbasen erwartet wirst, dass Du Dein Equipment selbst wäschst..

Tauchmaske / Dive Mask

Teil der Tauchausrüstung: Maske

© Diverettes

Tauchmasken gibt es in verschiedenen Typen. Ob Du eine Maske mit durchgehendem Sichtglas oder zweien hast, ist Geschmackssache. In jedem Fall wird sie aber einen Nasenerker haben, Schwimmbrillen können zum Tauchen nicht verwendet werden, da sie die Nase nicht umschließen. Dies ist notwendig, da Du ansonsten keinen Druckausgleich machen könntest, um ein Maskenbarotrauma zu verhindern. Um zu testen, ob die Maske richtig sitzt, hälst Du sie vor Dein Gesicht ohne das Band um den Kopf zu ziehen, drückst sie an und atmest durch die Nase ein. Sitzt sie bequem, ohne dass Du sie weiter festhalten musst, passt sie. Der Test ist wichtig, da sonst beim Tauchen Wasser eindringen und Dir den Tauchspaß verderben kann. Sollte die Maske trotz vorherigem Testen volllaufen, prüfe (oder bitte Deinen Buddy zu prüfen) ob evtl. Haare oder ein Stück der Tauchhaube unter den Maskenrand gekommen sind. Damit die Maske beim Tauchen nicht beschlägt, musst Du Deine Maske kurz präparieren. Das machst Du ganz einfach mit etwas Spucke und kurzem Ausspülen im Wasser. Es gibt auch spezielle Mittel die Du im Tauchladen bekommst, persönlich halte ich das aber für Geldverschwendung. Viel günstiger und für mich auch am wirksamsten ist Babyshampoo, das Du in kleinen Fläschchen in normalen Drogerieläden bekommst. Sollte die Maske unter Wasser dann doch beschlagen, lass Dir den Tauchspaß nicht verderben sondern flute die Maske und blase sie anschließend aus. Das ist kein Drama und viel besser als halb blind an den schönsten Korallen vorbeizuschwimmen. Wenn Du Dich dabei etwas unsicher fühlst, bitte Deinen Buddy Dich festzuhalten, damit Du nicht unkontrolliert auf- oder absteigst oder gegen etwas treibst.

Pflegehinweise

Bei neuen Masken ist teilweise noch eine chemische Schutzschicht aufgetragen. Du wirst sie ganz einfach los, in dem Du etwas normale Zahnpasta auf ein Tuch aufträgst und damit die Gläser abreibst. Danach spülst Du die Maske bis alle Reste weg sind sonst verbindest Du Deinen ersten Tauchgang mit dem Duft nach Pfefferminz. Die zweite Methode ist die Maske mit einem Feuerzeug auszubrennen. Achte dabei darauf, dass Du mit der Flamme nicht an den Silikonrand kommst, sondern nur das Glas berührst. Nach jedem Tauchgang spülst Du die Maske mit Frischwasser aus damit keine Salzreste darin bleiben. Nach einem Tauchurlaub spüle ich die ganze Tauchausrüstung zu hause dann noch einmal ganz gründlich aus und reinige sie mit einem milden Mittel wie dem schon erwähnten Babyshampoo.


Schnorchel / Snorkel

Teil der Tauchausrüstung: Schnorchel

© Diverettes

Beim Schnorchel scheiden sich ein bisschen die (Tauch)Geister. In Deiner Ausbildung wirst Du lernen, dass er zur Grundausrüstung gehört. In vielen Tauchbasen wird man Dich vielleicht etwas verwundert anschauen, wenn Du für Deine Leihausrüstung danach fragst. Ich bin bei fast allen Tauchgängen gut ohne ausgekommen. Wenn man jedoch bei stärkerem Wellengang eine Weile an der Oberfläche bleiben muss, kann er sehr hilfreich sein, weil die Wellen nicht bis über den Schnorchel gehen bzw. wenn dieser einen Spritzwasserschutz hat, es noch einfacher ist nicht aus Versehen Wasser zu schlucken. Wenn Du auf einem Boot bist, macht es auf jeden Fall Sinn einen Schnorchel dabei zu haben, denn es kann immer mal sein, dass man in der Pause zwischen zwei Tauchgängen noch einmal zu einem spontanen Schnorchelausflug aufbrechen möchte… so wie an dem Tag als eine Gruppe Delfine um unser Boot tollte. Wäre doch schade gewesen, hätten wir nicht schnell mit der Schnorchelausrüstung ins Wasser gehen können, um eine Runde mit Ihnen zu schwimmen. Bei der Auswahl achte darauf, dass Du leicht durch den Schnorchel atmen kannst, hilfreich ist dabei ein großer Durchmesser. Auch sollte die Passform – insbesondere des Mundstücks – gut zu Dir passen, so dass Du den Schnorchel gut tragen kannst, ohne dass er irgendwo reibt oder Du nach dem Tragen Kieferschmerzen durch eine verkrampfte Haltung hast. Ein Ausblasventil ist sehr sinnvoll, da es Dir sehr viel einfacher fallen wird, Wasser aus dem Schnorchel zu bekommen.

Pflegehinweise

Nach jedem Tauchgang einfach kurz mit Frischwasser ausspülen und trocknen lassen ohne ihn direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen.


 Flossen / Fins

Teil der Tauchausrüstung: Flossen

© Diverettes

Beim Tauchen sind es die Beine, die die Arbeit machen, die Arme nutzt Du anders als beim Schwimmen nicht. Daher ist es wichtig Flossen zu nutzen, die für Deine Statur und Konstitution die beste Wirkung erzielen. Grundsätzlich lassen sich Flossen in solche mit geschlossenem und solche mit offenem Fußteil unterscheiden. Bei letzterem hast Du ein verstellbares Flossenband, welches Du um Deinen Fuß festziehst. Ich persönlich bevorzuge die offenen Fußteile, weil sie viel bequemer an- und auszuziehen sind und natürlich weil sie mit Füßlingen getragen werden können (warum ich Füßlinge fast immer für eine tolle Idee halte, siehst Du unten). Wenn Du Flossen kaufen möchtest, wirst Du mit den unterschiedlichsten Designs konfrontiert werden. Rippen, Durchflussöffnungen, Strömungskanäle, Zweiteilung, unterschiedliches Material; das Flossenbett erscheint wie eine Wissenschaft für sich. Probier vor Deinem Kauf verschiedene Typen aus. Bist Du z.B. eher zierlich gebaut, könnten große oder steife Flossen zu sehr schneller Ermüdung Deiner Beinmuskulatur führen und damit den Spaß verderben. Kaufst Du eher kurze Flossen, musst Du sehr viel schneller damit schlagen um vorwärts zu kommen. Wenn Du Dich für einen Typ entschieden hast, sollte die Passform so sein, dass Dir das Fußteil bis zum Knöchel reicht und die Flosse weder zu eng noch zu schlabbrig sitzt. Kaufst Du Flossen mit verstellbarem Fersenband solltest Du auf jeden Fall Deine Füßlinge mitbringen bzw. gleichzeitig kaufen, damit Du sehen kannst ob beides zusammen passt (und das ist natürlich nicht nur farblich gemeint).

Pflegehinweise

Nach dem Tauchen, die Flossen kurz mit Frischwasser abspülen und ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen lassen. Bei Flossen mit verstellbarem Fersenband musst Du dieses regelmäßig überprüfen, damit Du Risse frühzeitig erkennst. Natürlich kannst Du in einem solchen Fall ein Ersatzband kaufen.


Tauchanzug / Wetsuite

Teil der Tauchausrüstung: Tauchanzug

© Diverettes

auch: Nasstauchanzug, Halbtrockenanzug / wetsuite, semi dry wetsuite An dieser Stelle konzentrieren wir uns erstmal auf Halbtrocken- und Nasstauchanzüge. Infos zu Trockentauchanzügen folgen in einem separatem Post. Der Tauchanzug dient zuallerst dazu Dich warm zu halten. Selbst bei Wassertemperaturen um die 30° musst Du Dir vor Augen halten, dass Deine Körpertemperatur bei 36° liegt. Mit der Zeit kühlst Du also auch bei “Badewassertemperaturen” aus und fängst zu zittern an. Tauchanzüge gibt es in verschiedenen Millimeterstärken, als Shorty sowie Ganzkörper. Mit dem Shorty kannst Du in sehr warmen Gewässern, wie Thailand oder den Malediven meist problemlos tauchen. Ich persönlich tendiere aber selbst im Badewasser zu Ganzkörperanzügen. Zum einen machst Du vielleicht nicht nur einen Tauchgang sondern zwei oder drei, bzw. tauchst mehrere Tage hintereinander. In diesem Fall wirst Du feststellen, dass Du schneller anfängst zu frieren, weil Dein Körper schon mehr runtergekühlt ist als sonst. Auch wenn Du tiefer tauchst oder es verschiedene Strömungen gibt, wirst Du einen Temperaturunterschied merken, der schon mal unangenehm sein kann. Schließlich fühle ich mich im Ganzkörperanzug auch einfach besser geschützt. Dass man unter Wasser nichts anfassen soll, dürfte jedem klar sein, aber was ist wenn Du durch enge Canyons tauchst und plötzlich entdeckst, dass dieser auch von mehreren Feuerfischen bewohnt wird, die misstrauisch den Fremdling in ihrem Revier beäugen? Im Normalfall wird natürlich nichts passieren, aber es gibt mir ein besseres Gefühl wenn ich weiß, dass der größte Teil meiner Haut geschützt ist.

Temperatur und Stärke

Welche Millimeterstärke für welche Temperatur geeignet ist, hat natürlich auch damit zu tun wie schnell Du frierst. Schaue ich mir die einschlägigen Seiten dazu im Netz an und verbinde es mit meiner eigenen Erfahrung, würde ich so wählen:

  • ab 28° – 3mm
  • 24-28° – 5mm
  • 18-24° – 7mm (eventuell in Kombination mit Unterzieher und Haube)
  • unter 18° – Trockentauchanzug
Teil der Tauchausrüstung: Unterzieher

© Diverettes

In Erwägung zu ziehen ist auch ein Unterzieher aus Lycra, Lavacore oder SharkSkin. Den kannst Du bei höheren Temperaturen oder beim Schnorcheln auch statt des Anzuges tragen. Bei niedrigeren Temperaturen wärmt er zusätzlich und macht das Anziehen des eigentlichen Anzuges viel leichter. Wenn Du nur im Urlaub tauchst, hat er zudem den Vorteil, dass er vergleichsweise günstiger als ein Neoprenanzug und viel leichter ist. D.h. Du kannst ihn problemlos einpacken und hast bei Deinem Leihanzug trotzdem einen größeren Hygienefaktor. Beim Ausleihen kannst Du übrigens ohne Problem auf einen dickeren Anzug bestehen. Viele Tauchschulen geben erstmal Shortys heraus, sie haben im Normalfall aber auch Ganzkörperanzüge. Lieber einmal den Anzug ein bisschen fluten als unter Wasser zu frieren – totgeschwitzt habe ich mich jedenfalls noch nie. Übrigens: ein Großteil unserer Wärme verlieren wir über den Kopf. Daher ist ein Anzug mit Haube oder eine separate Haube bei unter 26° grundsätzlich eine gute Idee außerdem – nicht zu vergessen für die langhaarigen Diverettes – gibt es viel weniger Haarchaos und böse Knoten.

Pflegehinweise

Nach jedem Tauchgang den Anzug gut im Frischwasserbecken auswaschen und nicht in die Sonne hängen. Nach einem Tauchurlaub sollte der Anzug nochmal gründlich gewaschen werden. Dazu darf er auch in die Waschmaschine, allerding max. 30°, mit Feinwaschmittel und auf keinen Fall schleudern. Auch eine Desinfektion, z.B. mit Sagrotan, ist ab und an angebracht. Lagern solltest Du den Anzug an einem trockenem, dunklen Ort auf einem Bügel ohne dass er geknickt wird.


Füßlinge/ Booties

Teil der Tauchausrüstung: Füßlinge

© Diverettes

Am Anfang wirst Du in warmen Gewässern vielleicht noch ohne Füßlinge tauchen, aber mit der Zeit wirst Du die Vorteile sicherlich schätzen lernen – spätestens wenn Du den ein oder anderen Tauchgang vom Strand gemacht hast und erstmal eine Weile mit dem ganzen Gerödel über Sand und Steine laufen musstest. Für mich ein Muss. Füße bleiben warm, keine Druckstellen von den Flossen, bequem und rutschfest wenn man noch  ein Stück zum Einstieg laufen muss. Bei der Auswahl würde ich solche mit Profilsohle nehmen. Und natürlich: auch der Fuß will beim Tauchen vor Nesseltieren oder einer unvorsichtigen Drehung gegen einen scharfen Stein geschützt sein.

Pflegehinweise

Nach jedem Tauchgang gut mit Frischwasser ausspülen und “über Kopf” trocknen lassen ohne dass der Füßling einknickt.


Tarierjacket/ Jacket

Teil der Tauchausrüstung: Tarierjacket

© Diverettes

auch Buoyancy Control Device (BCD) Mit Jacket und Blei bestimmst Du unter Wasser Deine Tarierung. Über den Inflatorschlauch ist es mit Deiner Tauchflasche verbunden und kann so mit Luft gefüllt werden, in Notsituationen kannst Du es auch mit dem Mund aufblasen. Dadurch erhälst Du Auftrieb und kannst Dich z.B. ohne Anstrengung an der Oberfläche halten. Zum Abtauchen wird die Luft wieder über den Inflatorschlauch abgelassen und Du fängst langsam an zu sinken. Zudem haben Jackets mehrere Schnellablassventile für die Luft, mit denen Du Dich vor Deinem ersten Tauchgang vertraut machen solltest. Das kann wichtig sein, wenn sich die Luft auf Grund Deiner Haltung so verteilt hat, dass sie durch den Inflatorschlauch allein nicht abgelassen werden kann. Am Jacket befestigst Du so gut wie alle anderen Instrumente, dazu gibt es Taschen und Befestigungsringe. Einige Jackets haben bereits ein integriertes Gewichtssystem, so dass Du keinen separaten Bleigurt mehr brauchst. Solltest Du Dir ein Jacket anschaffen wollen und nicht hauptsächlich in Deutschland tauchen, lohnt es sich jedoch über ein leichteres Reisejacket nachzudenken, da sich dieses einfacher – und kostengünstiger – transportieren lässt. Auch bei Jackets gibt es verschiedene Größen und es wichtig, dass Du ein gut sitzendes Modell auswählst. Dieses lässt sich dann durch verschiedene Schnallen noch genau an Deine Körperform anpassen. Auf diese Weise schlackert nichts und das Jacket büxt Dir nicht nach oben aus, wenn Du es aufbläst.

Pflegehinweise

Wie das übrige Equipment sollte auch das Jacket nach dem Tauchen mit Frischwasser abgespült werden. Fülle es dazu über den Inflatorschlauch zu einem Drittel mit Wasser, blase etwas Luft hinein und schwenke das Wasser im Innenraum hin und her. Anschließend das Wasser über das Auslassventil am Inflatorschlauch ablassen. Zum Trocknen in leicht aufgeblasenem Zustand über einen Bügel hängen und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.


Atemregler/ Diving Regulator

Teil der Tauchausrüstung: Lungenautomat

© Diverettes

auch: Lungenautomat Der Lungenautomat ist das was Dich unter Wasser am Leben hält, in dem er Dir das Atmen aus der Pressluftflasche ermöglicht. Da die Luft in der Flasche stark komprimiert ist, muss sie über zwei Stufen an den Umgebungsdruck angepasst werden. Die erste Stufe schließt Du direkt an das Ventil der Tauchflasche an. Achte darauf, dass im abmontierten Zustand immer die Verschlusskappe der ersten Stufe verschlossen ist, damit kein Wasser eindringen kann. Durch die zweite Stufe atmest Du. Sie sorgt dafür, dass nur dann Luft entweicht, wenn Du einatmest und gleicht den Luftdruck dem Umgebungsdruck der jeweiligen Wassertiefe an. Du kannst auch über die so genannte Luftdusche (großer Knopf in der Mitte des Außenseite der zweiten Stufe) Luft ablassen. Manchmal kommt es vor, dass sich der Knopf etwas verhakt und der Automat unkontrolliert “abbläst”. In diesem Fall hälst Du Deinen Daumen auf die Öffnung durch die die Luft kommt, um den Luftfluss zu stoppen und drückst anschließend den Knopf bis er wieder in seine normale Stellung rutscht. Zusätzlich zur zweiten Stufe, durch die Du selbst atmest, gibt es noch eine zusätzliche zweite Stufe als alternative Luftversorgung – kurz Oktopus genannt. Diese dient Deinem Buddy im Notfall als Luftversorgung und ist auffallend farbig gekennzeichnet. Befestige sie immer so an Deinem Jacket, dass sie schnell auffindbar und zugänglich ist. Am Lungenautomat sind zwei weitere Schläuche zu finden. Am Ende des einen ist eine kleine Kupplung. Diese verbindest Du mit Deinem Inflatorschlauch am Jacket, um dieses schnell aufblasen zu können. Der andere Schlauch ist für das Finimeter, mit dem Du überprüfst wie viel Luft noch in Deiner Flasche vorhanden ist. Manchmal ist das Finimeter in eine Konsole mit Kompass, Tiefenmesser oder Tauchcomputer integriert. Achte beim Anziehen Deines Equipments darauf, dass keine Schläuche frei um Dich herum baumeln. Damit könntest Du Dich sonst verfangen bzw. Korallen u.ä. beschädigen. Am einfachsten verstaust Du Deinen Oktopus in einer der Taschen des Jackets. Den Schlauch zu Deinem Finimeter kannst Du unter dem Hüftgurt Deines Jackets befestigen. Auf diese Weise hast Du es auch immer griffbereit, um Deine Luft zu checken. Bei der Auswahl eines eigenen Lungenautomaten ist das erste Kriterium, dass Du leicht ohne Widerstand atmen kannst. Den Widerstand kannst Du teilweise an der zweiten Stufe nochmal einstellen – achte auch bei Leihequipment darauf, ob Du einen entsprechenden Schalter siehst und darüber eventuell besser atmen kannst. Beim Kauf solltest Du zudem darauf achten, ob die erste Stufe einen DIN oder einen INT Anschluss hat, mit dem sie an die Flasche montiert wird. Bei DIN hast Du ein Drehanschluss, der in die Flasche geschraubt wird. Der INT Anschluss ist ein Bügelverschluss, der an die Flasche geklemmt wird. Welcher Anschluss besser für Dich ist, hängt von Deinen Tauchgewohnheiten ab. Der DIN Anschluss ist in Europa am meisten verbreitet, in Ländern bzw. Gegenden, in die vor allem Europäer reisen wirst Du für solche Anschlüsse geeigneten Flaschen ebenfalls mehr finden. Weltweit ist INT allerdings weiter verbreitet. Es gibt jedoch auch für beide Varianten Adapter, die dann das Nutzen mit dem jeweils anderen Anschluss ermöglichen.

Pflegehinweise

Nach jedem Tauchgang sollte der Lungenautomat mit frischem Wasser gut gespült werden. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Verschlusskappe zum Hochdruckeingang der ersten Stufe verschlossen ist. Am besten hälst Du die erste Stufe höher als die zweite, so kann kein Wasser durch den Schlauch in die erste Stufe eindringen kann. Zur Lagerung sollte der Lungenautomat flach hingelegt werden und die Schläuche ohne Knicke zu großen Bögen geformt sein. Einmal jährlich (oder wenn Du einen höheren Atemwiderstand merkst) muss er in die Revision. Am besten vorher einmal in Deinem nächsten Tauchladen anrufen und nachfragen, ob sie die Revision Deines Herstellers machen.


Bleigurt bzw. Gewichtssystem/ Weightbelt

Teil der Tauchausrüstung: Bleigurt

© Diverettes

Zusammen mit dem Jacket hilft Dir das Blei Dich im Wasser auszutarieren. Wie viel Blei Du brauchst, hängt neben Deiner Körperform auch von anderen Faktoren, wie Deinem Tauchanzug oder ob Du im Süß- oder Salzwasser tauchst ab. Je dicker z.B. Dein Tauchanzug ist, desto mehr Auftrieb hat er. Auch ob der Tauchanzug ganz neu oder noch trocken ist, hat Auswirkungen auf den Autrieb. Gerade am Anfang tendieren viele Taucher noch zu mehr Blei, um im Wasser besser abtauchen zu können. Es lohnt sich jedoch mit ein paar Tricks daran zu arbeiten auch ohne viel Blei die ersten 5 Meter zu schaffen, denn anschließend tut der Wasserdruck sein übriges. Hast Du zu viel Blei, musst Du später durch Luft in Deinem Jacket dem Abtrieb entgegenwirken. Eine gute Tarierung, bei der Du das Jacket nur minimal nutzen musst, sorgt für mehr Tauchspaß und spart Luft. Bist Du länger nicht mehr getaucht, sollte der Dive Guide beim ersten Tauchgang mit Dir gemeinsam schauen, was die optimale Menge an Blei für Dich ist. Hast Du kein eigenes Gewichtssystem wirst Du in den meisten Fällen einen einfachen Bleigurt wie oben abgebildet bekommen. Seine Arbeit tut dieser natürlich wie alle anderen Varianten auch, ein Nachteil kann jedoch sein, dass er auf Dauer auf den Beckenknochen drückt und schmerzende Stellen hinterlässt. Neben solchen einfachen Modellen oder gepolsterten Bleigurten mit Softblei, haben einige Tarierjackets die Möglichkeit Gewichte zu integrieren. Eine andere Variante sind Hosenträger Bleigurtsysteme. Allen gemeinsam sollte sein, dass Du das Blei im Notfall schnell abwerfen kannst. Dazu wird z.B. der Bleigurt so angezogen, dass er schnell mit der rechten Hand geöffnet werden kann. Sein eigenes Blei anzuschaffen lohnt sich vor allem wenn die meisten Tauchgänge in der Heimat geplant sind. Bei Urlaubstaucherinnen steht immer die Abwägung an, ob durch das Blei das Gepäck nicht zu schwer wird und damit zusätzliche Kosten beim Flug verursacht werden.

Pflegehinweise

Ein normaler Bleigurt ist ziemlich robust, trotzdem macht es Sinn ihn mit Frischwasser abzuspülen damit sich keine Salzverkrustungen bilden. Er sollte so gelagert werden, dass er gut trocknen kann. Bei Bleitaschen das Blei entfernen und einzeln zum trocknen legen.

Hast Du weitere Pflegetipps für die Tauchausrüstung? Was sind Deine “must-haves” und für welches Teil der Tauchausrüstung würdest Du Anfängern eine Kaufempfehlung geben?

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